Montag, 10. November 2008

Drähte erzeugen Strom für Nanomaschinen!

Wang zeigt flexible
Ladungspumpen zur
Wechselstromgewinnung
(Foto: Georgia Tech/Gary Meek)

Neuartiger Ansatz robuster als bisherige Mini-Generatoren!

Atlanta (pte/10.11.2008/13:55) - US-Forscher haben einen winzigen Generator entwickelt, der Wechselstrom durch das zyklische Dehnen und Entspannen eines pieozoelektrischen Drahts erzeugt. "Die 'flexible Ladungspumpe' bietet eine weitere Art, mechanische in elektrische Energie umzuwandeln", sagt Zhong Lin Wang, Direktor des Center for Nanostructure Characterization am Georgia Institute of Technology (Georgia Tech) http://www.gatech.edu. Die Entwicklung könnte Nanomaschinen ermöglichen, die ohne externe Stromversorgung auskommen. Den Forschern zufolge ist die Neuentwicklung auch zuverlässiger als bisherige Generatorsysteme auf Basis von Nanodrähten.
Der neuartige Generator nutzt einen Zinkoxid-Draht, dessen Dehnen und Entspannen piezoelektrische Potenziale auf- und abbaut. Dadurch entsteht ein wachsender Elektronenfluss und somit eine oszillierende Ausgangsspannung von bis zu rund 50 Millivolt. Dabei werden bis zu 6,8 Prozent der aufgewendeten mechanischen Energie in Strom umgewandelt, berichtet Wangs Team in einem online vorab veröffentlichten Forschungsartikel für das Fachjournal Nature Nanomaterials. Zur Erprobung des Konzepts haben die Forscher einen Generator mit 200 bis 300 Mikrometer langen Drähten genutzt. "Größere Fasern machen die Herstellung von Geräten einfacher", begründet Wang. Das Funktionsprinzip der flexiblen Ladungspumpe sei aber auch im Nanobereich anwendbar.

"Diese Entwicklung ergänzt unsere Familie von kleinskaligen Generatoren", so Wang. Sie sind unter anderem dazu gedacht, Geräte in der medizinischen Sensorik und der Umweltanalyse mit Strom zu versorgen. In Zukunft könnten die winzigen Stromerzeuger die Entwicklung einer neuen Generation drahtloser Sensorsysteme ermöglichen, so der Wissenschaftler. Diese Geräte wären in der Lage, ohne jegliche externe Stromversorgung Informationen zu sammeln, zu speichern und zu übertragen. "Sich selbst mit Strom versorgende Nanotechnologie könnte den Grundstein für eine neue Industrie bilden", meint Wang. "Das ist eigentlich die einzige Möglichkeit, unabhängige Systeme herzustellen."

Bei bisherigen Nanodraht-Generatoren habe das Team auf Strukturen mit relativ frei beweglichen Komponenten gesetzt, so die Georgia-Tech-Wissenschaftler. Das habe nicht nur die Herstellung schwierig gemacht, sondern auch zu mechanischem Verschleiß geführt. Das neue System dagegen setzt auf einen Draht, der an beiden Enden fest mit Elektroden verbunden und in ein schützendes Plastiksubstrat gehüllt ist. "Dieses Design ist widerstandsfähiger. Es eliminiert den Verschleiß der Strukturen und das Problem eindringender Feuchtigkeit", erklärt Wang. Letzteres ist wichtig, da Zinkoxid in Wasser löslich ist. Insgesamt versprechen sich die Forscher von ihrer Neuentwicklung daher eine höhere Zuverlässigkeit und damit Praxistauglichkeit.

Quelle: Pressetext.de

Mini-Reaktor soll Energieversorgung revolutionieren

Der Reaktor ist kaum größer
als ein Mensch
(Foto: hyperionpowergeneration.com )




Unfälle sind laut Hersteller ausgeschlossen!

London (pte/10.11.2008/06:00) - Kernkraftwerke, nicht größer als ein Schuppen im Garten, sollen in wenigen Jahren ganze Kleinstädte mit Energie versorgen können. Die Miniatur-Reaktoren sind im Labor der US-Regierung in Los Alamos entwickelt worden und werden innerhalb der nächsten fünf Jahre in Massenproduktion gehen. Das in New Mexico angesiedelte Unternehmen Hyperion http://www.hyperionpowergeneration.com hat dafür die Lizenz erhalten. "Unser Ziel ist es, auf der ganzen Welt Energie zu erzeugen, die nicht mehr als zehn Dollar-Cent pro Watt kostet", erklärt John Deal, der Geschäftsführer von Hyperion gegenüber dem Guardian. Ein einziges dieser Atomkraftwerke mit nur wenigen Metern Durchmesser kostet rund 25 Mio. US-Dollar und kann bis zu 20.000 Haushalte versorgen. "In einer Gemeinde mit 10.000 Haushalten kommt man auf den sehr leistbaren Kaufpreis von 250 Dollar pro Haushalt", meint Deal. Außerdem könnten auch abgelegene Gegenden so problemlos mit Strom versorgt werden. Der Geschäftsführer von Hyperion versichert, dass es bei den Mini-Kraftwerken keine Katastrophe vom Typ Tschernobyl geben kann, da in dem Mini-Reaktor keine beweglichen Teile eingebaut sind. Außerdem basiert die Erfindung auf einem Design, das bereits 50 Jahre alt ist und im akademischen Bereich erfolgreich eingesetzt wird. Die Reaktoren werden versiegelt geliefert, enthalten kein atomwaffenfähiges Material und werden in Beton eingelassen und vergraben. Alle siebeb bis zehn Jahre müssen sie neu befüllt werden, ansonsten sind die Reaktoren wartungsfrei. Bedienfehler und jede andere Art von Unfällen werden durch dieses Design verhindert, sagen die Hersteller. Über die Entsorgung des radioaktiven Materials hat Hyperion bisher keine Angaben gemacht.

Laut Hyperion-Chef Deal liegen bereits 100 Bestellungen vor, die großteils von Öl- und Elektrizitätsunternehmen kommen. Die erste offiziell bestätigte Bestellung wurde von TES getätigt, einem tschechischen Infrastrukturunternehmen, das auf Elektrizitätskraftwerke spezialisiert ist. Sechs Mini-Kraftwerke hat das Unternehmen bestellt und sich für zwölf weitere eine Option gesichert. Das erste dieser Kraftwerke wird in Rumänien installiert werden. Um die Nachfrage decken zu können, plant Hyperion den Bau von drei Fabriken, die zwischen 2013 und 2023 rund 4.000 der Mini-Reaktoren produzieren könnten. "Wir haben derzeit eine Warteliste von sechs Jahren", so Deal.

Quelle Pressetext.at

Samstag, 25. Oktober 2008

Software rüstet Smartphone zu WLAN-Router auf

WalkingHotspot macht Smartphone zum WLAN-Router (Foto: walkinghotspot.com)





"WalkingHotspot": Einfache Nutzung der 3G-Verbindung am Laptop


Morrisville/London - Das US-Unternehmen TapRoot Systems http://www.taprootsystems.com bietet eine Software, mit der aktuelle Smartphones zu einem WLAN-Router umgerüstet werden können. Das Programm heißt "WalkingHotspot" http://www.walkinghotspot.com und soll dem Namen entsprechend eine einfache Möglichkeit bieten, die 3G-Verbindung des Handys auf einem Laptop nutzen zu können. "Vorraussetzung dafür ist, dass die Smartphones über eine WLAN-Funktionalität verfügen", erklärt Unternehmenssprecherin Charlotte Rubin gegenüber pressetext. Derzeit bietet TapRoot die Applikation für Symbian-S60- und Windows-Mobile-Handys an. Einige Smartphone-Modelle bieten bereits die Möglichkeit, die 3G-Verbindung auf einem Laptop zu nutzen. Allerdings sei es hierfür meist notwendig, den Rechner per Kabel mit dem Handy zu verbinden, so Rubin. Zudem würde zumindest eine aufwendige Konfiguration der Software nötig sein. WalkingHotspot hingegen verringere den Aufwand erheblich, der Internetzugangspunkt wäre immer griffbereit und müsse lediglich aktiviert werden. Eine Verkabelung mit dem Handy fällt ebenso weg wie das Mitführen einer eigenen Datenkarte. Die Applikation ermöglicht es zudem, dass bis zu fünf Rechner gleichzeitig auf die Webverbindung des Mobiltelefons zugreifen können. Die Verbindungsgeschwindigkeit, mit der schließlich am Notebook im Web gesurft werden kann, hängt von der von Mobilfunker angebotenen Datenrate ab. "Das System ist auf eine UMTS-Verbindung ausgelegt, funktioniert jedoch auch in langsameren Mobilfunknetzen", erläutert die Unternehmenssprecherin. Im Downlink würde die Softwarelösung immerhin eine Geschwindigkeit von bis zu zwei Megabit pro Sekunde liefern können. Als Zielgruppe definiert Rubin vor allem Geschäftsreisende und Prosumer (professionelle Consumer). Die Software kann jedoch potenziell von jedem genutzt werden, der ein entsprechendes Smartphone und einen Laptop besitzt", so Rubin.

Die Applikation ist seit Anfang September in den USA kommerziell verfügbar. Allerdings ist die Verbreitung von 3G-Mobilfunk im Gegensatz zu Europa sehr niedrig. Somit versucht das Unternehmen nun, in Europa Fuß zu fassen. Über die Webseite können Interessierte eine Testversion für sieben Tage kostenlos herunterladen. Eine Lizenz, die für die Lebenszeit des Mobiltelefons gilt, ist für rund 25 Dollar zu erwerben.

Quelle: Pressetext Austria